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Ich räume das Bild auf. Über Farbkompositionen,  die ich im Arbeitsprozess immer wieder verändere, suche ich Klarheit und Ordnung auf dem Bild herzustellen. Darüber hinaus lege ich die Farbkompositionen so an, dass das Bild  zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changiert.

Bei meinen  Aquarellen interessiert mich ebenso das Spannungsverhältnis von Fläche und dreidimensionalem Raum. Dazu möchte ich  den Eindruck von Kräften in die Wahrnehmung bringen, die ich draußen erlebe wie  Wind, Bewegung, Schwere und  Raumtiefe. Landschaftsmotive wie Windmühlen, Elektromaste, Wasserläufe oder Kreuzungen verweisen auf die Kräfte.

 

Es existieren Satellitenprojekte zu meiner Malerei. Ein verbindendes Element unter ihnen ist das Auftreten verschiedener Kreuzformen. In ihrer  konkreten Gestalt weichen sie von der abstrakten symmetrischen Form etwas ab, sei es durch organisch geformtes Naturmaterial wie bei meiner Arbeit „Astgeflechte“  oder durch  Bewegungsrichtungen, die an Handlungen gekoppelt sind wie bei meiner Arbeit „ Kreuzweg“.

Die Abweichung zeigt die realisierte Ausprägung, wobei der Orientierungsrahmen der Kreuzform erhalten bleibt.